Donnerstag, 31. Dezember 2009

Und noch ein Buch oder auch zwei?

Bißchen still wars hier in der letzten Zeit, aber ich habe natürlich trotzdem genäht (ein bißchen), gelesen (im normalen Ausmaß-also viel) und gehört (eher weniger).

Die Näherei lohnt sich nicht zu zeigen: Ein Erdbeertäschchen als Verpackung fürs Geldgeschenk, Gardinen für die neue Studentenbude der Tochter und doofe Jeans kürzen :-(

Aber mit einigen Bücher möchte ich Euch gerne bekannt machen. Im Oktober hatte ich über den ersten Band von Felicitas Mayalls Reihe um die Kommissarin Laura Gottberg hier berichtet. Inzwischen habe ich mir die weiteren Bände gegönnt und bin nicht davon enttäuscht worden.
Das erste hieß "Nacht der Stachelschweine".


"Wie Krähen im Nebel" ist der zweite Fall mit Laura Gottberg.

Im Eurocity aus Rom wird die Leiche einer jungen Unbekannten gefunden. Der bewusstlose Mann vom Münchner Hauptbahnhof gibt Kommissarin Laura Gottberg ebenfalls Rätsel auf. Als er nach ein paar Tagen aus dem Koma erwacht, kann er sich an nichts erinnern. Doch eine Frau führt die Polizei auf die richtige Fährte: Es geht um Menschenhandel, und die Spur führt nach Italien.
Auch dieses Buch ist wieder ein eher ruhiger Krimi, den man gut vorm Einschlafen lesen kann, ohne befürchten zu müssen, unruhig zu schlafen. Vielleicht träumt man sogar eher von der Toskana.... Denn sowohl dort wie auch in München ermitteln Laura und ihr Freund/Geliebter aus Sienna gemeinsam an einem grenzübergreifenden Fall. Ganz schöne Landschaftsbilder, sehr menschliche Protagonisten, ein Fall, der nicht spektakulär ist, aber zum Nachdenken über unmenschliche Auswüchse unserer "demokratischen" Welt anregt. Nein, nein, keine Angst, es gibt keinen moralischen Zeigefinger im Buch, es ist meine unerhebliche persönliche Meinung;-)

Der dritte Fall folgt sogleich: Die Löwin aus Cinque terre

In München ist es Frühling geworden. Für die achtzehnjährige Valeria Cabun, eine temperamentvolle Italienerin aus Cinque Terre, war es der letzte. Das Mädchen, das als Au-pair bei einem Schwabinger Ärztepaar arbeitete, wird im Hinterhof eines Mietshauses tot aufgefunden. Offenbar hat es sich aus dem Fenster in den Tod gestürzt. Aber war es wirklich Selbstmord? Kommissarin Laura Gottberg bezweifelt es.

Dieses Mal begleiten wir Laura Gottberg nicht in die Toskana, sondern an die ligurische Küste, nach Cinque Terre. Jedes Buch macht mir mehr Lust, mein bevorzugtes Urlaubsland Frankreich mal mit Italien zu tauschen. Auch hier wieder schöne Landschaftsbilder in eine nicht allzusehr an den Haaren herbeigezogene Handlung eingebunden, wieder ein Thema, das uns im Alltag mehr beschäftigen sollte und dem wir sensibler gegenüber stehen sollten. Die Kommissarin ist auch hier wieder als alleinerziehende Mutter zweier Teenies mit nachvollziehbaren menschlichen Stärken und Schwächen eine sehr sympathische Person. Die Liebesgeschichte entwickelt sich weiter, nimmt aber nicht zu viel Raum im Krimi ein, das ist gut.

Dieser dritte Teil hat mir nicht die Lust auf den vierten genommen, den ich inzwischen auch schon gelesen habe.

Wolfstod
, der vierte Fall mit Laura Gottberg

Wolf Altlander ist tot. Der erfolgreiche deutsche Schriftsteller wird in seiner Villa südlich von Siena leblos aufgefunden. Neben der Leiche entdeckt Commissario Guerrini ein Behältnis mit Lachgas. Ist Altlander tatsächlich an einer Überdosis gestorben? Welche Rolle spielt sein Liebhaber, der wesentlich jüngere bildhübsche Enzo? Warum ist offenbar niemand außer der Malerin Elsa betrübt über Altlanders Tod? Und weshalb sieht der Commissario plötzlich überall Chinesen? Guerrini fordert die Münchner Kommissarin Laura Gottberg als Ermittlungshilfe an – nicht ohne private Hintergedanken. Doch auch bei diesem Zusammentreffen verläuft nicht alles so, wie er es sich vorgestellt hat. Laura hat nämlich ihren Vater in die Toskana mitgebracht.

Wie gewohnt Beschreibungen der Toskana, die Lust auf Urlaub machen. Eine Krimihandlung, die mal spannend wird, dann wieder dümpelt, besonders die Ermittlungen in Italien hängen manchmal doch sehr. Und dann das Ende - mmmh.... es als offen zu bezeichnen ist nicht richtig, aber so richtig rund ist dieser Krimi auch nicht. Lest selber und sagt mir, was ihr davon haltet!

Der fünfte Fall Hundszeiten liegt jedenfalls schon hier und wartet.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Die vorerst letzte Buchhülle....



Nun hat die Nähreihe erst mal ein Ende, die letzte wurde fertig gestellt.

Ich kann gar nicht sagen, welche mir am besten gefällt..... bis auf die blaue kommen sie alle als Favorit in Frage.....blau ist einfach nicht mein Ding.....

Ein Geschenk für mich :-)

Am letzten Wochenende habe ich ein verspätetes Geburtstagsgeschenk bekommen von meinen allerliebsten Mädels:-)

Ist das nicht schön?!
Und trotz Weihnachtszeit muss ich den jetzt in den Flur hängen und bei jedem Gang dran vorbei freue ich mich:-)

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Weinender Witz des Tages: Atom Lobbyist als Aufsicht für Reaktorsicherheit

Kurz mal weggeschaut alle notorischen Weggucker und alle, die Atomstrom lieben:

Diesen offenen Brief gilt es mit vielen Unterschriften zu versehen. Es geht online hier:

Atomlobby raus aus der Atomaufsicht!

Offener Brief an Umweltminister Norbert Röttgen

Sehr geehrter Herr Röttgen!

Sie haben den Atom-Lobbyisten Gerald Hennenhöfer zum neuen Chef der Abteilung Reaktorsicherheit im Umweltministerium berufen. Ich fordere Sie auf, diese Berufung umgehend zurückzunehmen.

Die Atomkraftwerke in Deutschland werden immer älter. Damit steigt die Gefahr eines schweren Unfalls. Das Bundesumweltministerium muss die Sicherheits-Interessen der Bevölkerung vertreten – und nicht die Profit-Interessen der Stromkonzerne.

Hennenhöfer hat in den vergangenen 15 Jahren auf allen seinen Posten lupenrein die Interessen der Atomindustrie vertreten: Als Chef der Atomaufsicht ließ er in den 90er Jahren trotz Einsturzgefahr zigtausend Tonnen West-Strahlenmüll in die vormalige DDR-Atommüllkippe Morsleben schaffen. Er verhinderte die von der hessischen Landesregierung bereits beschlossene Stilllegung des Pannen-AKW Biblis per bundesaufsichtlicher Weisung. Informationen über verstrahlte Castor-Behälter ignorierte er und ließ sie weiter rollen. Als Vertreter des Stromkonzerns VIAG (heute: Eon) handelte er optimale Bedingungen für die AKW-Betreiber im „Atomkonsens“ aus. Noch 2008 war er maßgeblich mitverantwortlich für die Vertuschung der radioaktiven Verseuchung in der Atommüllkippe Asse.

Einen Atom-Lobbyisten, der skrupellos und bewusst alle Risiken ausblendet, an die Spitze der Atomaufsicht zu setzen, ist eine Unverschämtheit und ein Affront gegen alle, die auf eine seriöse Politik aus Ihrem Haus gehofft haben. Es darf nicht sein, dass sich die Atomindustrie quasi selbst kontrolliert.

Deshalb fordere ich Sie auf: Nehmen Sie die Berufung von Gerald Hennenhöfer als Chef der Abteilung Reaktorsicherheit des Bundesumweltministeriums umgehend zurück!

Mit freundlichen Grüßen

Ja, ich will diesen Brief unterschreiben!

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Okay, wir Politiker rechnen eben damit, dass der Bürger sich einmal aufregt und es dann vergißt. Aber manche Dinge prägen fürs ganze Leben...... und werden dann auch nicht vergessen.

1977 geräumt worden im Anti-Atom-Dorf Grohnde, Ausbau der Atomkraft miterleben müssen und den Einstieg in den Ausstieg aus der Atomkraft als einen der wenigen positiven Ansätze der letzten Bundesregierung freudig begrüßt und jetzt gehts wieder von vorne los: Andere in unserem Alter bereiten sich aufs Großelternleben vor und wir demonstrieren wieder- der Kreis schließt sich.


So, das musste jetzt mal sein. Klasse, dass Du bis hierhin gelesen hast:-)

Montag, 30. November 2009

Buchhülle 4,5 + 6


Fleißig gehts weiter mit Buchhüllen am laufenden Band

Nummer 4 in Blautönen

Okay, nähen konnte ich die Farbe, aber behalten muss ich das nicht ;-)
Hat übrigens ein Lesezeichenbändchen.






Nummer 5 gefällt mir schon viel besser, mit Stiftehalter, aber ohne Lesezeichenbändchen.





Aber mein Favorit ist bis jetzt die Nummer 6,
schön bunt und diese Kombination mit schwarzweißkariert sieht doch klasse aus,oder?
Hatte übrigens auch ein Lesezeichenbändchen, aber an der Unterseite - jaja, wenn das um die Ecke denken nicht wäre;-)

Diese könnte ich glatt behalten,
aber nein, alle gehen in den Kollegenadventskalender.....

L

Sonntag, 29. November 2009

Bookcrosser Meetup


So siehts aus, wenn sich Bookcrosser zu einem Brunch treffen:
Bücher, Bücher, Bücher und kein Platz für Frühstück!

Ich bin mit meiner größten Patchworktasche voller Bücher hingegangen und mit einer überquellenden Tasche wieder zurück gekommen, 11 unbekannte Bücher warten nun auf mich:-)

Freitag, 27. November 2009

Buchhülle Nr. 3


Für eine Liebhaberin der wunderschönen Farbe Rosa :-)

Ich denke, den Dreh mit der Stifthalterung habe ich raus.
Ist doch praktisch, oder?

Donnerstag, 26. November 2009

Noch 'ne Karte


Morgen hat eine Freundin ihren 50sten Geburtstag. Und da sie ein Engelfan ist, bekommt sie eine Engelskarte oder ist es eher ein Kartenengel?

Mmmhh, ich glaub, ich muss mal mit meiner Kamera etwas machen, die Bilder sind doch ziemlich kontrastarm. Die goldenen Perlchen kommen gar nicht raus auf dem Foto, schade. Aber die Karte ist schon eingetütet, gibt also kein besseres Foto.

Buchhülle die zweite



So langsam habe ich den Trick raus und wenn ich bei der nächsten auch noch ans Lesezeichenbändchen denke, bin ich richtig zufrieden:-)


Jetzt mach ich mich mal an die etwas aufwändiger verzierte Variante.....

Mittwoch, 25. November 2009

Dienstag, 24. November 2009

Deckenfrage......

Mmmhhh, was ist es nun geworden:
Eine Katzendecke für den Hund oder ein Kuschelquilt für die Katze?

Beim Aufräumen sind mir diese Blöcke aus einem uralten Katzenblockswap in die Hände gefallen. Wie lange das schon her ist, kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen. Jedenfalls war es in den Anfangszeiten der Sternenquilterliste, als es noch keine extra Swapliste gab und alles noch über eine Liste lief. Ich habe auch keine Siggies mehr dabei (waren vielleicht auch gar keine dabei?), so weiß ich noch nicht einmal mehr, woher die Katzen kamen.

Kleine Ergänzung: Ich habe mal auf der Liste in den Beiträgen gesucht und ich glaube herausgefunden zu haben, dass es 2001 war. Da sind die Blöcke ja echte Oldies ;-)))


So, jetzt leg ich ihn mal in die Tierecke und warte ab, wer ihn haben will;-)

Ein Übungsstück hat geklappt

Buchhüllen wollte ich schon immer wieder mal machen und ein lieber netter Mensch hat sich eine zum Geburtstag gewünscht (Bis dahin ist es zwar noch eine ganze Weile hin, aber wer weiß....).
Überall habe ich schön gestaltete gesehen, mit Stifthalterungen, Lesezeichenbändchen und Schnickschnack drauf.
Bevor ich mich aber an die aufwändige Ausgestaltung mache, wollte ich erst mal ausprobieren, ob ich das überhaupt hinbekomme mit dem Um-die-Ecke-Denken;-)


Hat geklappt, der Prototyp ist fertig:-)

Dann ist der nächste Schritt eine Stiftehalterung ausklamüsern - na, das schaffe ich ja vielleicht auch noch.....

Montag, 23. November 2009

Ich war ja soooo fleissig...

.... und nun stehe ich vor einer Gewissensfrage.

...ich habe Zeitungsständer (diese Pappsammler meine ich) durchforstet, Gildejahrgänge von 1999 - 2005 entsorgt (...mmmhh, wo habe ich bloß die letzten Jahre gestapelt, ich trau mich gar nicht, den anderen Schrank aufzumachen), gesammelte Anleitungen von "ichweißnichtwann" entsorgt (ich werde sicher nie wieder Tiere nach Zahlen nähen!!! Debbie Mumm Wandbehänge auch nicht-wusch weg damit). Das hat bloß leider erst ein leeres Schrankbrett gebracht und zwei volle Wäschewannen Papier.

Jetzt bräuchte ich mal die Erlaubnis, UFOs von vor 10 Jahren wegzuwerfen - nicht mehr meine Farben, was soll ich bloß damit, falls die je fertig werden sollten...(welcher Depp sollte das machen, Lebenszeit ist schließlich kostbar!!!) Darf ich das? Oder komme ich dann in die Patchworkhölle????

Und was mache ich mit den Stoffen, die ich gehortet habe Jahrzehnte? Gardinenstoffe, weil die Kinder, wenn sie ausziehen, ja Gardinen brauchen werden. Die Kinder sind ausgezogen und eingerichtet, Stoff ist hier- und nun? Wo bringe ich das denn hin - ist ja zum Wegwerfen zu schade - mmhhh, da bin ich wohl noch eine Entwicklungsstufe zurück. Muss ich noch 10 Jahre warten? Bin ich dann so weit?

Also, was ratet Ihr mir??? Augen zu und durch - ab in die Altkleidersammlung - na, die werden sich bedanken! Mülltonne??? Wo finde ich denn hier auf dem flachen Land, ein soziales Projekt, bei dem ich mich traue, das dort hin zu bringen (blöd, die kennen mich alle, kann mich doch nicht zum Affen machen..., ach, Du meinst, der Unterschied wäre nicht so groß - ist ok, ich merk mir das!)

Ach, eins noch: Nein, ich hole die Gildezeitungen nicht wieder aus der Altpapiertonne und verschicke sie. Weg ist weg *gggg* Obwohl, eine Hermespaket ginge ja....oder?

Sonntag, 22. November 2009

Quietschebunte Kuscheldecke

Ich habe nicht nur gelesen - oh nein - ich habe auch genäht!

Meine erklärten Lieblingsfarben sind warme rot, gelb und orange Töne, aber wie der Titel meines Blogs schon sagt: Der Alltag ist bunt, aber frau muss schon selber dafür sorgen, dass er nicht grau, sondern bunt ist und das habe ichversucht mit meinen anderen quietschebunten Lieblingsfarben, da darf dann sogar blau dabei sein:-)
Etwas gegen die Winterdepression, falls denn mal eine kommen sollte;-) und gegen die Winterkälte, denn die Rückseite ist eine kuschelige knallerote Fleecedecke.


Und der Hund denkt doch tatsächlich, es wäre seine Decke!

Naja, soll er ruhig noch einen Moment träumen........

Samstag, 21. November 2009

Häkelkrimi gefällig?

Die lese ich sehr gerne, sogenannte Häkelkrimis (cozycrimi). Die sind spannend, haben eine Krimihandlung, in der Regel ermittelt ein Laie und es spritzt kein Blut.

Grade gelesen habe ich Donna Andrews. Es sind schon 4 ihrer Bücher auf Deutsch erschienen.
Die Protagonistin ist Meg Langslow, Kunstschmiedin, Mitglied einer weit verzweigten Verwandtschaft, die alle mehr oder weniger skurile Personen sind und die mich immer wieder zum Lachen gebracht haben. Flüssig geschrieben, mit wirklich viel Witz drin, die Storys nicht trocken, sondern auch ein bißchen abgedreht (sind wir nicht alle ein bißchen Bluna???).


Das erste ist Falscher Vogel fängt den Tod
Meg Langslow ist verzweifelt. Gleich drei Verwandte haben sie mit ihrer jeweiligen Hochzeitsplanung betraut. Und Meg hat alle Hände voll zu tun, ihre exzentrische Familie unter einen Hut zu bringen. Da kommt ihr die Ankunft einer Fremden, die Andeutungen über alte »Leichen im Keller« eines der Hochzeitspaare macht, äußerst ungelegen. Zumal diese Fremde kurz darauf unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden wird. Auf Megs endloser Liste der zu erledigenden Dinge steht plötzlich auch die Jagd nach einem gefährlichen Killer - wobei das nächste große Familienereignis ihre eigene Beerdigung zu werden droht.


Und wenn mir der Beginn einer Reihe gefällt, bin ich immer ganz wild auf die folgenden Bände. Hier gings mir nicht anders und schon habe ich den 2. Band gelesen

Alle Vögel sind schon tot
Ein romantischer Kurztrip! Meg Langslow und ihr Freund freuen sich schon sehr auf die einsame kleine Insel Monhegan vor der Küste von Maine, eine Vogelparadies für Papageientaucher.
Die erste Überraschung ist, dass Megs Eltern, ihr Bruder, ihre Tante und ein neugieriger Nachbar ebenfalls dort sind. Doch als ein
e Leiche gefunden wird, verdächtigt man ihren Vater plötzlich des Mordes.
Spätestens jetzt erwartet Meg statt erholsamer Spaziergänge am Meer nur noch die Suche nach Beweisen für seine Unschuld. Was brütet der Killer als Nächstes aus?

Dieses ist im Witz zwar etwas schwächer als der erste Band, durch die chaotische Familie aber trotzdem noch lustig und hat mich nicht vom Weiterlesen der Reihe abgehalten.

Weiter gings mit Schräge Vögel sterben schneller
Meg ist in ihrer Heimat, um Michaels Mutter dabei zu unterstützen, die Festlichkeiten anlässlich des Endes der Belagerung Yorktowns zu organisieren. Sie dachte, das wäre eine gute Gelegenheit, sich bei ihrer zukünftigen Schwiegermutter beliebt zu machen und gleichzeitig etwas Zeit mit Michael zu verbringen. Doch als jetzt das große Fest beginnt, hat sie diese Entscheidung längst bereut. Mrs. Waterstone hat beschlossen, die gesamte Stadt ins 18. Jahrhundert zurückzuversetzen. Kleidung, Gebrauchsgegenstände, einfach alles muss der Zeit entsprechen. Für jeden modernen Gegenstand verhängt die Anachronismenpolizei Strafen. Verständlich, dass die Teilnehmer des Handwerkermarktes nicht wirklich begeistert sind.
Aber als ob die ganze Situation nicht schon schlimm genug wäre, passiert auch noch ein Mord. Und das ausgerechnet an Megs Stand, die dann auch noch die Leiche entdeckt.
Der neue Sheriff, der den Fall untersucht, hat schnell Megs Bruder und einen Freund von Meg in Verdacht. Und will sich absolut nicht helfen lassen von Meg, schon gar nicht von Megs Vater, dem Hobbydetektiv, der immer aufblüht, wenn es einen kriminalistischen Fall zu lösen gibt. Aber da Meg es auf keinen Fall zulassen kann, dass ihr Freund für den Mord verantwortlich gemacht wird, mischt sie sich natürlich trotzdem in die Ermittlungen ein

Okay, bis hier ein Toter auftaucht, dauert es schon eine Weile, aber da mir als Fan die Menschen ans Herz gewachsen sind, lese ich gerne etliche Seiten bis zum Mord, die dafür aber fast wieder gewohnt spritzig sind wie aus dem ersten Teil gewohnt.

Und der vierte Fall für Meg Langslow ließ nicht lange auf sich warten
Böse Vögel lassen Federn
Rob, Megs Bruder, leitet eine erfolgreiche Computerfirma, deren verkaufsträchtigstes Produkt die Höllenanwälte sind, bei dem der Spieler in der Rolle eines Anwalts diverse Fälle durchknobeln kann. Dass eine Firma, die Mutant Wizzards heißt und ein Spiel hervorbringt, das unter dem Namen Höllenanwälte auf den Markt kommt nicht gerade Durchschnittspersonal hat, liegt auf der Hand. Doch obwohl der Alltag der Firma bestimmt wird von den Computerfreaks, die neben regelmäßigen Entwicklungsständen des neuen Spiels Höllenanwälte II so gut wie keinen typischen Büroalltag zulassen, hat Mutant Wizzards mit ganz profanen Wettbewerbsproblemen zu tun. Rob hegt den Verdacht, dass ein neidischer Konkurrent seiner Firma schaden will, indem er einen Insider eingeschleust hat, der sich regelmäßig an den Firmendaten zu schaffen macht. Meg soll für Rob daher einige Zeit in der Firma die Augen offen halten. Allzu sehr braucht sie sich dabei jedoch nicht anzustrengen, denn schon nach kurzer Zeit taucht eine Leiche auf. Ted, ein Programmierer, der neben seinem Quellcode nur Unsinn im Kopf zu haben scheint, fährt, leblos auf einem elektrischen Postwagen liegend, durch die Büroräume.

Hier habe ich manchmal gedacht, ob einzelne Textstellen wirklich so gemeint sind, bin ab und an über einen holprigen Satz gestolpert. Ich glaube, hier hat die Übersetzung geschlampt. Ich habe mal nachgeforscht: Der erste Fall wurde von jemand anderem übersetzt als die folgenden. Ich befürchte, die Übersetzerin der folgenden Fälle hat den Witz/Humor nicht so treffend übersetzen können wie der erste Übersetzer.
Aber trotzdem hat dieser vierte Fall wieder ganz viele komische Stellen, weshalb ich diese Reihe so mag.
Wer also etwas Entspannendes, aber nicht Kitschiges lesen möchte, ist hiermit bestimmt gut bedient.

Freitag, 20. November 2009

Na, wer erkennt sie wieder?

Beim Frühhjahrsnähwochenende auf dem Kronsberg habe ich Lebensretter gespielt für Streifenquadrate, fix und fertig genäht auf Stickvlies. Einige der Mitnäherinnen haben mich doch tatsächlich ausgelacht - habe ich gar nicht verstanden, sie kannten und kennen mein Nähzimmer mit der Schrankwand voller Stoffe doch gar nicht *verwirrtdenKopfschüttel*.
Na gut, ich verstehs doch: Die Quadrate waren ausnehmend häßlich, dass sogar Silke mit ihrer Vorliebe für ausgesprochen "schöne" Stoffe sie nicht mehr weiterverarbeiten wollte.
Inzwischen denke ich, ihre Entscheidung, sich von den Quadraten zu trennen, traf sie nicht wegen der Streifen, sondern wegen des Trägerstoffs - der bremste immer unter der Nähmaschine, bildete Berg und Tal vorm Füßchen - wirklich ausgeprochen nähunfreundlich. Aber : Wenns einfach wär, könnts jede:-)

Und das ist draus geworden:



Na, Silke, willst Du sie wiederhaben?
Habe auch extra schön-häßliche Henkel genäht;-)

Neeenee, die nehm ich jetzt, um meine Büchersendungen gut zur Post tragen zu können.

Samstag, 14. November 2009

Etwas auf die Ohren...

Seit meinem Geburtstag wartete ein Gutschein fürs Büchergeschäft aufs Einlösen. Bevor er noch mehr Staub ansetzte, habe ich ihn flott eingelöst.
Rebecca Gablé ist eine der Autoren, die ich bisher nie gelesen, sondern immer nur gehört habe. Das ist schon komisch bei mir: Fange ich damit bei einem Autor an, mag ich ihn nicht mehr lesen.
Und da es eine Neuerscheinung von ihr gab, habe ich mir das Hörbuch von meinem Gutschein gegönnt:-)

Rebecca Gablé: Hiobs Brüder

England 1147: Eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung, fristen sie ein menschenunwürdiges Dasein, weil sie nach meinung der Kirche nicht zu den Kindern Gottes zählen: Simon hat die Fallsucht, Edmund hält sich für einen toten Märtyrerkönig, Regy ist ein Mörder und so gefährlich, dass er an einer Kette gehalten werden muss, Losian hat sein Gedächtnis und seine Vergangenheit verloren. Ausgerechnet Letzterem fällt die Führung dieser sonderbaren Gemeinschaft zu, als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet. Er bringt die kleine Schar zurück in die "wirkliche" Welt, wo Hunger, Not und Rechtlosigkeit herrschen. Auf ihrer Reise gelangt er zu erschreckenden Erkenntnissen über den Mann, der er einmal war. Und gerade als er einer Frau begegnet, mit der ein Neuanfang möglich scheint, beginnt Losian zu ahnen, dass er die Schuld an dem furchtbaren Krieg trägt, der England zugrunde zu richten droht...

Auch mit diesem Roman hat sie mich wieder stundenlang an den Ohren gepackt. Geschichte ist eigentlich so gar nicht mein Fall, historische Romane lese ich, wenn überhaupt, nur als Krimi. Aber Rebecca Gablé schafft es , historische Hintergründe als informierendes Beiwerk in die Handlung zu verpacken, so dass sie mich nicht stören. Obwohl es etliche für den Verlauf wichtige Personen gibt, kommt man nicht durcheinander, sondern kann immer gut folgen.
Stören darf man sich nicht an der in den anderen Büchern auch schon deutlich zu Tage tretenden Aufteilung der Handelnden in "Gut" und "Böse", ist wahrscheinlich einfacher als komplexe, vielschichtige Figuren in solch einer langen Handlung glaubwürdig beizubehalten.

Das Zuhören war jedenfalls wieder sehr entspannend und spannend, natürlich nicht zuletzt wegen des wirklich tollen Sprechers Detlef Bierstedt (George Clooney).

Kleine Geschenke


Beim Tausch "Selbstgenähte Kleinigkeiten" habe ich eine ganz schöne Stifterolle bekommen. Sie ist blau und gefällt mir trotzdem - muss ich mir jetzt Gedanken machen????

[So ganz kannst Du es noch nicht glauben, Sonja, oder? ;-) ]



Ich habe schon ganz lange Schnappverschlüsse hier herum liegen und nun wollte ich es wissen:
Schaff ich ein Brillenetui? Jaaaa! Ganz einfach!



Und ein Dose musste auch mal wieder sein.
Sollte eigentlich ein Dankeschön für eine Übernachtungsgelegenheit sein, aber leider hat sich das Wochenendvorhaben zerschlagen.
Nun steht sie hier und wartet auf ihren Einsatz.

Freitag, 6. November 2009

Jahresprojekt 2008/2009

Phantastische Häuser á la Gaby Mett


Vom Oktober 2008 bis Juli 2009 haben wir 5 Mädels an unserem alljährlichem Jahresprojekt genäht.


Oktober 2008 hat jede einen gestalteten Untergrundstoff
auf die Reise von Mitgestalterin zu Mitgestalterin geschickt, 2 Monate hatte jede fürs Häuslebauen, dann wurde weitergeschickt.



Im Juli 2009 bei unserem jährlichen
Sommertreffen hat jede ihre fertige Häuserlandschaft wiederbekommen - das war ein tolles Erlebnis.

Allerdings machten wir ab, dass wir unsere Ergebnisse erst zeigen, wenn sie komplett fertig sind, auf Keilrahmen gezogen oder was jede sich eben so vorstellte mit ihrem Endprodukt.
Jetzt war es soweit: Fototime!









Sonntag, 25. Oktober 2009

Ein witziger Krimi am Sonntag

Anne George: Mörderische Aussichten

Wieder ein Abenteuer der gegensätzlichen Südstaatenschwestern: Die eine ist 66-jährig, wohlhabend, korpulent, sehr groß und dreifach verwitwet - die andere ist 61 Jahre alt, sehr klein und zierlich, über 30 Jahre mit ihrem Göttergatten Fred verheiratet und ein Familienmensch durch und durch.

Die beiden streitlustigen Schwestern haben wieder einmal ein Problem:
Eine Blondine namens Sunshine hat sich den Sohn von Mary Anne geschnappt und ihn geheiratet. Als die beiden sich die angeheiratete Familie einmal näher anschauen wollen, stolpern sie auch schon über eine Leiche, dann verschwindet die neue Schwiegertochter von der Bildfläche, und es stellt sich heraus, dass deren Mutter eine gut verdiendende Pornodarstellerin ist.

Dieses ist der 4. Band dieser 7-teiligen Reihe. Vorgestellt hatte ich ja schon den 1. Band (am 24.September) und ich muss sagen, es war wieder richtig schön! Dieses Mal sogar spannender als beim 1. Band und mindestens genauso so witzig! Schmunzeln musste ich sehr oft, aber auf S. 232 hielt mich nix mehr, laut lachend saß ich in meinem Lesesessel - nur gut, dass mein Göga nicht jedes Mal an meinem Geisteszustand zweifelt (nur noch ab und an*gg*).

Samstag, 24. Oktober 2009

Sorry, nun muss ich doch politisch werden....

... ich hatte mir fest vorgenommen, den Blog unpolitisch zu halten. Aber das geht ja nun wirklich nicht mehr. .... das halte ich nicht durch.
Neee, es folgt kein politischer Aufsatz:-)
Ich habe einfach nur ein Gadget in meinen Seitenrand eingefügt. Wer anderer Meinung ist, kann ja weggucken - das werden wir alle in den nächsten Jahren noch oft genug machen müssen.......

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Noch ein Krimi

Felicitas Mayall: Nacht der Stachelschweine

In einem aufgelassenen Kloster bei Montalcino ist die Teilnehmerin einer deutschen Selbsterfahrungsgruppe ermordet worden. Die Ermittlungen gestalten sich allerdings schwieriger als zunächst angenommen.
Die Kollegen in Siena fordern Unterstützung aus München an. Laura Gottberg fährt gerne in die Heimat ihrer Mutter, um diese Unterstützung zu erbringen.Wenn es nur nicht so schwierig wäre, die Bürden des Alltags abzuwerfen. Denn ihr Ex interessiert sich nicht für die Schulprobleme der beiden Kinder, ihr fast achtzigjähriger Vater wird immer eigensinniger, und der Chef im Münchner Morddezernat weiß die unkonventionelle Art seiner Kommissarin nur selten wertzuschätzen.
So ergibt sich für Laura Gottberg und Commissario Angelo Guerrini mancher Abend bei Wein und Pasta mit Gesprächen, in denen sie nicht nur der Lösung des Falls näher kommen. Erst ganz allmählich gelingt es Laura, das Vertrauen der Gruppenmitglieder zu gewinnen – und Einblick zu bekommen in die verqueren Seelen moderner Großstadtmenschen, die verzweifelt nach Hilfe suchen. Verzweiflung, die Mord nicht ausschließt.

Ein wirklich schönes Buch! Wunderschöne Landschaftbeschreibungen, das Essen kann man fast riechen, eine Ermittlerin mit sehr menschlichen Zügen, spannend und fesselnd geschrieben, die Story nicht krampfhaft an den Haaren herbeigezogen. Ich kann das Buch nur empfehlen und werde mir sicher die anderen von ihr auch noch besorgen.
Felicitas Mayall ist übrigens das Pseudonym der Kinder-und Jugendbuchautorim Barbara Veit, die außerdem auch noch einige Bücher über Australien geschrieben hat.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Mal wieder Urlaub mit dem Wohnmobil, unserem Silberschneckchen

Den Sommerurlaub habe ich ja hier auf dem Blog schon unter den Tisch fallen lassen, da will ich doch wenigstens von unserem Herbsturlaub in unserem absoluten Lieblingsurlaubsland berichten.

Anfang Oktober gings mit unserem Haus auf Rädern los. Nach entspannter Anreise über einige Tage (der Weg ist das Ziel*gg*) war das erste Ziel Briare an der Loire. Dort wird der Loire-Seitenkanal über die Loire geführt. Diese Überführung wurde von der Gesellschaft Eiffel gebaut, 1896 war Eröffnung.

Weiter gings an der Loire. Wir wollten uns einige Schlösser anschauen auf unserem Weg Richtung Atlantik. Als erstes lag Chambord auf unserem Weg, das größte der Schlösser an der Loire und steht seit 1981 auf der Kulturdenkmalliste der Unesco.
Das nenn ich ein Schloß! Riesengroß in einem großen Jagdgebiet (5.433 Hektar, umgeben mit einer 32 km langen Mauer), mit vielen Türmen und Türmchen, großen Hallen und das ganz Besondere ist das offene Treppenhaus, in dem sich eine doppelläufige Treppe gegeneinander bis nach oben windet. Gehen zwei Personen zur gleichen Zeit hinauf, können sie sich zwar hören, aber nicht sehen.
Das Schloß ist ein Bauwerk von symbolischer Bedeutung gewesen, bewohnbar ist es durch seine Aufteilung mit den offenen Hallen und den umlaufenden Galerien überhaupt nicht gewesen. In den Türmen wurden dann von den verschiedenen Besitzern Appartements eingerichtet, um überhaupt beheizbare Räume zu bekommen.

Weiter gings nach Cheverny, das so ganz anders wirkte. Hier bewohnt die Besitzerfamilie Hurault de Vibraye noch einen Teil des Schlosses. Der Rest ist öffentlich zugänglich und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet und hat eine der bedeutendsten Innenausstattungen aus der Zeit um 1640, wobei etliche der Räume noch bis 1985 bewohnt wurden und sicher nicht historisch korrekt sind. Allerdings ist der Waffensaal noch komplett unverändert und im Speisesaal wurde "behutsam" modernisisert, für Laien kaum ersichtlich.
Dann haben wir uns noch das Chateau de Chenonceau angeschaut und weiter gings an den Atlantik zur Pointe St. Gilda. Hier haben wir die Sonne, die übrigens immer schien, nur ab und unterbrochen von einem kleinen Schauer (es regnete netterweise meisens nur nachts) genossen, sind mit dem Rad herum gefahren und haben es uns gut gehen lassen.

Nach der Ruhepause gings weiter auf die Ile de Noirmoutier, auf die wir natürlich über die Passage du Gois gefahren sind. Für jeden Wohnmobilisten in der Gegend ein Muss: Während der Flut Meer, bei Ebbe eine 4,5 km lange gepflastere Straße über den Meeresboden, an dem rechts und links bei Ebbe die Pecheur à Pied unterwegs sind: Mit Eimer, Hacke und Schaufel suchen sich die Franzosen ihr Abendessen. Auf großen Schildern wird man auf dem Festland darüber informiert, wann diese Passage gefahrlos zu benutzen ist.

Hier waren bei herrlichem Sonnenschein einige Tage Erholung pur angesagt, bevor wir in den Norden gestartet sind.


Wir sind bekennende Bretagnefans und waren seit einem Jahr nicht dort - das geht ja gar nicht, haben wir uns gesagt und sind durchgestartet.


Auf diesem Platz müssen wir einfach 1x im Jahr stehen und diesen Anblick genießen. Immer, wenn wir dorthin fahren fragen wir uns, ob es noch möglich sein wird, auf dem Parkplatz zu übernachten, ob es ihn denn noch gibt. Es ist ein Riesenprojekt geplant, um der Versandung der Bucht entgegenzuwirken und den Mont St. Michel wieder zu dem werden zu lassen, was er war: Eine Insel. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen und wir sind gespannt, wann die ersten Änderungen an der Straßenführung und Parksituation zu bemerken sein werden. 2012 soll alles beendet sein.

Wir haben noch einige Tage in der Bretagne verbracht und dann war der Urlaub leider schon wieder um.
Frankreich ist für Wohnmobilurlaube wirklich ein tolles Urlaubsland. In jedem zweiten Dorf gibt es Ent- und Versorgungsmöglichkeiten, das freie Stehen ist fast überall möglich, Stellplätze gibt es wie Sand am Meer. Wer lieber auf Campingplätze möchte, findet diese auch flächendeckend in jeder Preisklasse. Die Franzosen sind ausgesprochen nett und freundlich, wir haben in vielen Frankreichurlauben noch keine schlechten Erfahrungen gemacht trotz nur rudimentär vorhandenen Französischkenntnissen. In Frankreich gibt es sehr viele Wohnmobile, der Franzose liebt sein Land und bereist es von Norden bis Süden ausgiebig.
Wie wir auch - und das immer wieder gerne!

Mal ein deutscher Krimi?

In der letzten Zeit habe ich mir Krimis von deutschen Autoren gesucht, von denen ich noch nichts gehört oder gelesen habe. Dabei ist mir auch ein Krimi von Sandra Lüpkes in die Hände gefallen. Geboren 1971 in Göttingen, verbrachte sie die längste Zeit ihres Lebens auf der Nordseeinsel Juist und wohnt nun in Münster, wo sie als freie Autorin und Sängerin arbeitet.
Sie hat 8 Krimis geschrieben, in 6 davon ist Wencke Tydmers die Ermittlerin.
Ich habe das 4. aus dieser Reihe gelesen, wobei es nicht gestört hat, dass ich mich nicht an die Reihenfolge gehalten habe.

Die Wacholderteufel
Kriminalkommissarin Wencke Tydmers ist ledig und schwanger. Da sie sich offenbar bei ihrer Arbeit wie immer zuviel zugemutet und einen Schwächeanfall erlitten hatte, hat ihr Mitbewohner Axel Sanders für sie einen Aufenthalt in einer Klinik für werdende Mütter arrangiert. Den dort tätigen Psychologen hatte er bei einem Coaching kennen gelernt und war begeistert von ihm. Wencke fühlt sich in der Sazellum-Klinik fehl am Platz und Anschluss finden will sie sowieso nicht. Nur der Bekanntschaft mit ihrer Tischnachbarin Nina Pelikan, die mit ihrem zehnjährigen Sohn Mattis angereist ist, kann sie nicht aus dem Weg gehen. Nina erzählt ihr, dass sie in der Vergangenheit jemanden getötet hat, und Wencke glaubt, dass sie sich damit nur wichtig machen möchte. Auch die Geschichte mit den vor ihrem Fenster randalierenden Wacholderteufeln, mystische Figuren aus dieser Region, und den Drohungen in Form eines Zeitungsausschnitts mit einem Bericht über den Selbstmord einer Patientin der Sazellum-Klinik nimmt sie der jungen Mutter nicht ab. Doch als Mattis am zweiten Morgen zum Frühstück erscheint und seine Mutter vermisst, die mit nichts anderem am Leib als ihrem Schlafanzug verschwunden ist, macht sich die Polizisten – im Gegensatz zur Klinikleitung – doch ihre Gedanken. Gut, dass sie so umsichtig war, ihrem Auricher Kollegen Axel bereits am Vortag einen Pappbecher und den Zeitungsausschnitt zu schicken, damit diese auf Fingerabdrücke untersucht werden. Erstaunliches kommt zutage.

Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist kein typischer Krimi und hat auch kein entsprechendes Ende. Manch eine der handelnden Personen hätte vielleicht etwas mehr Schliff gebrauchen können, aber das hat mich nicht sehr gestört. In etlichen Kritiken kommt dieses Buch im Vergleich zu vorherigen nicht so gut weg, aber vielleicht ist es hier ja ein Vorteil, dass ich noch nichts anderes von ihr gelesen habe.
Eigentlich hatte ich mir dieses Buch besorgt, weil ich Krimis von der Küste lesen wollte, aber genau dieses spielt im Gegensatz zu den anderen hier bei mir um die Ecke, machte das Buch dann für mich auch reizvoll.
Ich werde mich sicher auch nach den anderen von ihr umsehen. Mal schauen, wie mir die dann so gefallen...

Gehört....

Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen

An die Nazis hat er seine Seele verkauft. An die NASA sein Wissen. Jetzt holt die Vergangenheit ihn ein.Als der finnische Physiker Rolf Narva in hohem Alter überraschend eine Reise nach Berlin antritt und spurlos verschwindet, beginnt für seinen Sohn Erik und dessen Frau Katja ein Alptraum. Vieles deutet darauf hin, dass ein dunkles Geheimnis die Vergangenheit des Vaters umgibt. Einst hatten Rolf und seine Frau, eine Biologin, als Wissenschaftler in den USA Karriere gemacht. Was führt den alten Mann jetzt nach Berlin? Und was hat das Deutschland der Nazizeit mit Rolfs Verschwinden zu tun? Erik – selbst Wissenschaftler – hat eine erfolgreiche Gentechnik-Firma in London gegründet. Doch plötzlich erhält das Thema Genetik für ihn eine ganz neue Dimension. Während Erik und Katja einem entsetzlichen Familiengeheimnis auf die Spur kommen, ahnen sie nichts von der Gefahr, die sie selbst und das Leben ihrer Kinder bedroht.

Superspannend, gut gelesen. Wer spannende Hörbücher mag, ist bei diesem 100% richtig!

Donnerstag, 24. September 2009

Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch ist ein....

Anne George: O du Mörderische
Zwei streitlustige Schwestern werden zu unfreiwilligen Detektivinnen. Patricia Anne ist eine ehemalige Lehrerin mit geordnetem Familienleben und (glücklicherweise) Sinn für Humor; ihre Schwester Mary Alice ist eine Frau mit Vergangenheit: drei Ehemänner, alle viel älter als sie, hat sie bereits unter die Erde gebracht und jeweils ein ansehnliches Vermögen geerbt. Im Moment hat sie eine ehemannfreie Phase und jobbt als Weihnachtsfrau im örtlichen Einkaufszentrum, die rote Mütze mit eleganten Blinklichtern ausgestattet. Das Fest rückt näher, und die täglichen schwesterlichen Wortgefechte kreisen jetzt um die Frage der idealen Weihnachtsgeschenke. Auf der Weihnachtsparty einer schicken Galerie soll diese Frage endgültig entschieden und der Großeinkauf begonnen werden. Doch bevor sich die beiden so richtig dem Kaufrausch hingeben können, wird die Galeristin ermordet. Die Schwestern stolpern in die Lösung des Mordfalles hinein, was nicht ohne Blessuren abgeht.

Es steht Kriminalroman drauf, ist auch ein bißchen Krimi drin. Aber das Buch lebt von der Gegensätzlichkeit der beiden Schwestern und ihren wirklich witzigen Wortgefechten. Schon auf den ersten Seiten musste ich vor mich hin grinsen bei dem doch wirklich sehr trockenen Humor der Autorin;-) Sehr gut geeignet zum Entspannen nach einem unruhigen Tag, es lässt sich gut lesen und hält nach dem Lesen nicht wach.

Mittwoch, 23. September 2009

Landschaft mit ABC

So nannte sich eine Kunstinstallation an Hügelhängen des Weserberglands zwischen zwei kleinen Dörfern im Landkreis Hameln-Pyrmont, Welsede und Deitlevsen.
Zum 20-jährigen Bestehen des Handpressen- und Buchkunstverlags Edition Einstein wurden Felder, Wege, Waldränder, Bachläufe, Wiesen rechts und links einer schmalen Landstraße mit fast 2,50 Meter großen farbigen Buchstaben bestückt.
Mit dieser Aktion sollte eine Verbindung von Sprache und Schrift mit der Natur und der Landschaft hergestellt werden. Mit der Beschriftung der Landschaft durch Sprachzeichen sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass die menschliche Sprache, bzw. die Schrift ursprünglich aus der Natur stammte, denn Buchstaben sind nichts anderes als Drucklettern aus Holz.

In der Regionalzeitung gab es hierzu die verschiedensten Reaktionen in Form von Leserbriefen, von "wirklich gut" bis "so ein Quatsch". Ich gehöre zur ersteren Gruppe. Mir gefiel es sehr gut. Es hatte etwas, beim Fahren um die Kurve auf einmal einen Hang mit großen, bunten Buchstaben vor Augen zu haben. Es machte neugierig, um die nächste Kurve auch noch zu fahren, um zu erkunden wie es wohl weitergeht, auch wenn man gar nicht diese Strecke fahren muss.
Vielleicht sprach es mich aber auch nur deshalb so an, weil ich ja ein fast süchtiges Verhältnis zur Schrift, dem gedruckten Wort habe.
Hier gibts mehr Infos über diese Land-Art-Installation.

Etwas auf die Ohren...

Dorothy Sayers: Der Tote in der Badewanne

Da staunt Mr. Tipps nicht schlecht: In seiner Badewanne liegt ein Fremder! Noch dazu ein Nackter, bekleidet alleine mit einem Zwicker. Und tot ist er obendrein! Lord Peter Wimsey dagegen ist von der Nachricht über den skurrilen Fund sofort angetan -- schließlich interessiert sich der Hobbykriminalist brennend für alles Absonderliche. Außerdem ähnelt der Tote einem Börsenmakler, der vor kurzem verschwunden ist. Ist er der mysteriöse Nackedei?


Vor mindestens 30 Jahren habe ich diese Serie verschlungen - ja, auch damals war ich schon lesesüchtiger Serienfan:-) Und da mit dem Alter auch das Gedächtnis nachlässt, höre ich heute diese Story das erste Mal, ausgesprochen praktisch so ein Siebhirn. Es lässt mich für die künftigen Jahre auf eine große Auswahl an Lese- und Hörstoff hoffen!!!

Christian Brückner ist nicht unbedingt mein favorisierter Sprecher, aber wenn man sich dran gewöhnt hat, lässt einen die Geschichte nicht los. Ein richtig schöner Häkelkrimi - vorgelesen auf der Fahrt ins Büro, da ertrage ich auch die Autofahrer mit Hut.

Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders
Schottland ist starr vor Entsetzen: Drei Frauen, brutal misshandelt und erwürgt, sind dem Serienmörder bereits zum Opfer gefallen. Johnny Bible, so nennen die Medien den Mörder – nach dem berüchtigten Bible John, der vor Jahrzehnten Frauen auf dieselbe Art tötete, aber nie gefasst werden konnte. Erste Spuren führen Detective Inspector John Rebus von Edinburgh nach Glasgow und Aberdeen. Doch auch der alte Bible John hat sich aufgemacht, den in seinen Augen unwürdigen Nachahmer zu stellen, und John Rebus bleibt wenig Zeit, die Ermordung eines Mörders zu verhindern.

Es ist schon merkwürdig mit den menschlichen Angewohnheiten: Lesen würde ich das nie, es wäre mir zu blutrünstig und viel zu spannend zum Entspannen. Aber Hören beim Autofahren, Wäschelegen oder Handnähen kann ich das gut. Dabei kann ich hier ja nicht schnell mal über eine schrecklich spannende Stelle wegblättern, sondern muss brav weiterhören - vorspulen geht so schlecht. Und habe ich erst mal mit einer Reihe angefangen, mach ich nur in dem entsprechenden Medium weiter. Tja, der Mensch ist ein Gewohnheitstier heißt es doch so schön;-)